Mitschöpfer/innen für Gemeinschaftsprojekt gesucht

Mitschöpfer/innen für Gemeinschaftsprojekt gesucht

Wir JETZT für die Zukunft

Seit meinem Besuch bei Barbara Marx Hubbard im März 2016 bin ich Teil einer Gruppe, in der weltweit Prototypen für ein – wie sie das nennt – „Office for the Future“ (Zukunftsamt) entwickelt werden, das die Aufgabe hat, die Welt nach funktionierenden Innovationen und Durchbrüchen zu scannen und diese zusammenzubringen. Ein anderes Wort dafür – ebenfalls von Barbara kreiert – ist ein „Peace Room as sophisticated as a War Room.“

Das von Barbara entwickelte „Wheel of Co-Creation“ dient dazu als Symbol für einen „Whole System Shift“ und kann ganz konkret als Werkzeug verwendet werden.

Barbara geht es dabei um das Zusammenbringen von weltweiten Mitschöpfern: „Connecting Co-Creators Worldwide.“

Wir beginnen hier zunächst etwas kleiner – nämlich mit den Mitschöpfern des deutschsprachigen Raumes.

Worum es dabei wirklich geht, ist zu beginnen die Vision zu verwirklichen, die mir und vielen von uns am Herzen liegt:

Gemeinsam eine Zukunft zu kreieren, die für alle funktioniert.

„There is a young world very ready to embrace a one world revolution to create a world that works for 100% of humanity.”  — R.Buckminster Fuller

Unter dem Motto „Wir JETZT für die Zukunft“ bringen wir funktionierende innovative Ansätze in den 12 Bereichen oder Speichen des Mitschöpferrades zusammen, machen sie sichtbar und ermöglichen neue Kooperationen und Synergien.

Hier geht es zur Projektbeschreibung>>>

Von der Raupe zum Schmetterling

Von der Raupe zum Schmetterling

Transformation als Metamorphose

Haben Sie in der letzten Zeit besonders mit Ängsten, Unsicherheit und Kampf zu tun? Wenn ja, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft.

Die Menschheit oder gar der Planet Erde selbst befinden sich in einem grundlegenden Transformationsprozess.

Als Bild für diese individuelle wie kollektive Transformation bietet sich die Metamorphose des Schmetterlings an.

Eine Raupe ist in erster Linie eine Art Fressmaschine. Sie frisst und frisst und ist vielerorts als Schädling bekannt. Sie frisst solange bis sie völlig überfressen ist und ihr Immunsystem beginnt zusammenzubrechen.

Doch dann beginnt die Magie:

Im Körper der Raupe befinden sich bereits sogenannte Imaginale Zellen. Diese Zellen werden vom Immunsystem der Raupe bekämpft. Sobald dieses beginnt zusammenzubrechen, fangen die Imaginalen Zellen an sich zu vermehren.

Die Raupe verpuppt sich. Bei der Verpuppung findet ein fast vollständiger körperlicher Umbau (die Metamorphose) statt. Die Imaginalen Zellen übernehmen und dirigieren den Umbau der Raupe.

Viele Organe der Raupe werden nun funktionslos, vollkommen entdifferenziert und abgebaut. Andere Abschnitte behalten ihre differenzierte Gestalt bei. Von diesen aus organisiert sich der Körperbauplan vollkommen neu. Die wesentlichen imaginalen Organe, von denen bei der Raupe keine Spur erkennbar war, werden komplett neu angelegt. Beim letztendlichen Schlupf der Imago aus der Puppenhaut, erlangen diese Organe dann schließlich ihre endgültige Form und härten aus.

Während die Raupe in erster Linie ein Schädling war, die mehr verbraucht hat, als sie zum sie umgebenden Ökosystem beigetragen hat, trägt der Schmetterling nicht nur zur Schönheit der Welt, sondern durch Bestäubung auch zum Erhalt unzähliger Arten bei.

Die persönliche Transformation als Metamorphose

Der Schritt vom Ego zum Unique Self oder von der gewöhnlichen zur evolutionären Liebe ist nicht durch gewöhnliches Lernen zu erreichen. Keine Information der Welt kann uns dazu bewegen diesen Schritt zu vollziehen. Vielmehr bedarf es einer grundlegenden Transformation unserer Identität.

Diese Transformation ist gut am Modell der Schmetterlingsmetamorphose nachvollziehbar.

Während das getrennte Selbst oder Ego, ähnlich wie die Raupe, in erster Linie sich selbst dient und dabei oft mehr verbraucht, als es beiträgt, gibt es im Ego bereits die Ahnung von etwas anderem (die Imaginalen Zellen).

Da ist diese Sehnsucht, die innerhalb eines getrennten Selbstes überhaupt keinen Sinn ergibt. Warum sollte ich mich nach Einheit sehnen, wenn diese Einheit nicht existiert? Warum sollte ich mich danach sehnen ein Beitrag zu sein, wenn es doch lediglich um das Überleben des Egos geht?

Doch selbst diese Sehnsüchte werden vom Ego entweder bekämpft oder eingebaut in seine eigene Suche nach egozentrischer Befriedigung. Die Angst vor dem Tod und die Sehnsucht nach einem echten Beitrag führt zu allerlei Unsterblichkeitsprojekten, die Sehnsucht nach Einheit zum Anklammern an geliebte Menschen oder Besitz.

Das Ego wächst und wächst und verbraucht dabei, innerlich wie äußerlich, weit mehr Ressourcen als es beiträgt. Allmählich beginnt das emotionale Immunsystem zusammenzubrechen. Da all die Unsterblichkeitsprojekte und Anhaftungen des Egos nicht zu wirklicher Befriedigung führen, macht sich mehr und mehr Resignation breit.

Mitunter äußert sich diese lediglich als ein sich Abfinden damit, dass das eigene Leben halt einfach nur mittelmäßig ist: Andere mögen ein großartiges Leben führen. Ich selbst gehöre einfach nicht dazu. Pech gehabt.

Bei manchen wächst sich diese Einstellung zu einem deutlichen Zynismus aus, der jedes Streben nach mehr bereits als Größenwahn abtut: Ja, ja, träum weiter. Du wirst schon sehen, was Du davon hast.

Bei wieder anderen wächst die Resignation in eine regelrechte Depression hinein. Und die wird dann mit allen Mitteln bekämpft.

Dabei enthält diese Krise bereits ihre größte Chance. Die Metamorphose hat begonnen. Statt die Imaginalen Zellen in uns weiter zu bekämpfen, um die Funktionalität auf der untersten Ebene und das Überleben unseres Egos noch eine Weile zu verlängern, können wir den Imaginalen Zellen (unseren Ahnungen und Sehnsüchten) die Führung überlassen und den totalen Umbau unserer Identität erlauben.

Das kann durchaus Angst machen, und es ist hilfreich, sich in diesen Zeiten eine mit diesen Prozessen erfahrene Begleitung zu suchen, die die zarten neuen Strukturen schützt und die Prozesse durch erprobte Methoden erleichtert.

Genau das ist die Absicht des Imaginalen Prozesses, den ich entwickelt habe und hier anbiete in Form von

  • Einzelcoaching-Prozessen,
  • Strukturierte Gruppencoaching-Prozessen,
  • Online-Kursen und
  • Live Seminaren.

Das Bild der Metamorphose trägt noch weiter.

Kulturelle Evolution: Kollektive Transformation als Metamorphose

Es spricht einiges dafür, dass sich derzeit nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Menschheit in einer Art Metamorphose befindet.

Die Menschheit als Ganzes steht vor der Erkenntnis, dass, wenn wir so weiter machen, wir zum ersten Mal in der Geschichte dazu in der Lage sind, durch unser eigenes Tun und Lassen das Überleben der Menschheit aufs Spiel zu setzen.

Und auch diese Krise birgt natürlich Chancen. Wie Barbara Marx Hubbard betont, sind Krisen immer auch evolutionäre Antreiber gewesen.

Einzelne Pioniere und Visionäre experimentieren bereits heute mit neuen Strukturen. Wie die Imaginalen Zellen im Körper der Raupe werden auch sie häufig vom kollektiven Immunsystem bekämpft. Und so bleiben sie oft im Untergrund, bis die bisherigen, nicht nachhaltigen Strukturen unter ihrer eigenen Last zusammenbrechen. Dann erreichen sie schnell eine kritische Masse und beginnen gemeinsam den Aufbau des Neuen.

Wie in der Schmetterlingspuppe können dabei manche der alten Strukturen umgebaut werden. Andere werden aufgelöst und dienen lediglich als Nährstoff für das Neue.

Ein neues kollektives Bewusstsein entsteht; ein Bewusstsein, das nicht (top-down) das individuelle Bewusstsein ersetzt, wie das bisher in so manchen Utopien der Fall war, wie z.B. im real existierenden Sozialismus.

Stattdessen erwacht jedes Individuum zu seinem einzigartigen Ausdruck des Einen, zu seinem Unique Self. Über die Prinzipien der Selbstorganisation bildet sich dann eine neue Einheit, die mehr ist als die Summe seiner Einzelteile – so wie auch der Körper mehr ist als die Summe seiner Zellen, während doch jede einzelne Zelle in ihrer Einzigartigkeit gewürdigt ist.

Mehr zu dieser Vision finden Sie hier:

Zur Vision...

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Von der Trennung zur Liebe…

Von der Trennung zur Liebe…

Die projetzt-Plattform habe ich 2003 gegründet, und sie ist mit mir durch verschiedene Phasen und Wandlungen gegangen.

Jeder Schritt auf diesem Weg ist auch ein Schritt, den ich ganz persönlich gegangen bin, ein Schritt auf meinem Lebensweg von der Trennung – über die Sehnsucht – zur Ganzheit, von der Einsamkeit – über die Suche – zur Liebe, von der inneren Spaltung – über die Transformation – zur Integration.

Schritt für Schritt…

…habe ich gelernt zu mir zu stehen. Ich habe aufgeräumt und losgelassen, wer ich nicht bin und was noch nicht authentisch war.

  • Ich kann jetzt sehen, was vorher meinem Blick verborgen war: wie ich in all meiner Sehnsucht und meinem Streben nach Einheit, Liebe und Integration, doch immer wieder Trennung, Alleinsein und Spaltung kreiert habe.
  • Ich kann jetzt sehen, wie ich mir die Menschen subtil oder auch weniger subtil (aber vor meinem eigenen Blick verborgen) vom Leibe gehalten habe.
  • Ich kann sehen, wie ich mich immer wieder in Situationen gebracht habe, in denen ich Spaltung erlebt habe (innen wie außen).
  • Und ich sehe, wie ich bei aller Liebe, die ich schon in mir hatte, ich mich doch immer wieder abgetrennt habe.

Meine Sehnsucht nach Einheit erwuchs in meiner Kindheit aus einem schmerzlichen Erleben des Getrenntseins. Meine Suche nach Liebe basierte auf einer grundlegenden Erfahrung des Alleinseins. Und mein Streben nach Integration fußte auf dem inneren Gefühl des Gespaltenseins.

Die Welt erschien mir als ein Ort, in dem Trennung, Einsamkeit und Spaltung vorherrschend waren. Und ich wollte weg davon, hin zu diesem Ort in mir, der Einheit, Liebe und Integration hieß, den ich schon so oft gefunden hatte und doch immer wieder zu verlieren schien, wann immer ich ihn “in die Welt” bringen wollte.

Was ich nicht sah, war der falsche Kern von Trennung, Einsamkeit und Spaltung in mir, den ich immer wieder in die Welt brachte, wann immer ich ihm entkommen wollte.

Es war mein eigener Schatten…

…den ich in der Welt sah und bekämpfte.

Doch damit nicht genug: Unterhalb dieses Schattens von Trennung, Einsamkeit und Spaltung, den ich in der Projektion da draußen bekämpfte, während er die Grundlage meines eigenen “Falschen Selbst” bildete, gab es noch einen anderen, “goldenen Schatten”. Es war der Schatten von Einheit, Liebe und Integration, dem ich hinterher jagte, während er doch längst in meiner Essenz vorhanden war.

Und nicht nur das: Einheit, Liebe und Integration sind nicht nur die Grundlage meiner Essenz, sie sind geradezu die einzigartigen Gaben meines Unique Self. Sie sind der Schatz, den ich in mir trage, mein ungelebtes Leben, mein nicht verwirklichtes Unique Self, jedenfalls solange ich von meinem falschen Kern des Getrenntseins beherrscht bin.

Mein falsches Selbst, das sich um den falschen Kern gebildet hat, um meine ursprüngliche Wunde zu vermeiden, erschafft genau diese Situationen wieder und wieder und verhindert damit, dass ich die Erfüllung finde, die unter all dem immer schon da ist.

Erst nachdem ich schonungslos die Auswirkungen meines getrennten, falschen Selbstes angeschaut habe; erst nachdem ich gesehen habe, WIE es immer wieder das kreiert hat, was ich nicht will, war es mir möglich, die Gaben meines Unique Self wirklich in Besitz zu nehmen.

Heute kann ich auf eine neue Art und Weise zu mir stehen. Ich kann meine Gaben in die Welt fließen lassen, die Gaben der Einheit, Liebe und Integration, die diese Welt so dringend benötigt.

Die Welt, in der wir leben, braucht Transformation.

Die Welt braucht eine Evolution des Bewusstseins. Doch wie kommt diese Transformation in die Welt?

Angesichts der weltweiten Krisen herrscht vor allem Resignation in der Welt. Die Welt ist resigniert und zynisch. WIR sind resigniert und zynisch.

Ein Anzeichen davon, dass ICH in Resignation bin, ist, dass ich entweder total vernünftig und vorsichtig bin oder völlig verzweifelt und “aus dem Häuschen”.

Doch das bin ich ja alles nicht wirklich. Wer ich wirklich bin, wer ich sein will, ist total leidenschaftlich, unvernünftig und voll ausgedrückt in meiner Liebe. Darauf könnt Ihr/können Sie von nun an bei mir zählen.

Was sind Deine, was sind Ihre Anzeichen von Resignation? Wie sind Sie dann? Und wer sind Sie wirklich? Wer willst Du sein, im Angesicht der Resignation?

Die Welt braucht UNSERE Transformation und Bewusstseins-Evolution. Und unsere Transformation und Evolution leben nur, indem wir uns mitteilen, Stellung beziehen und handeln. Sie leben nur, indem wir die Unterscheidungen und Praktiken der Transformation und Evolution, die uns das Integrale Dharma zur Verfügung stellt, anwenden und praktizieren – jeden Tag aufs Neue. Sie leben nur, indem wir unsere einzigartigen Gaben miteinander teilen – nicht am Tag X, wenn wir endlich perfekt sind, sondern JETZT, jeden Tag aufs Neue.

Das erfordert Mut. Es erfordert den Mut, über unsere engen Ego-Grenzen hinauszugehen, die uns klein halten. Es braucht den Mut uns zu zeigen mit allem. Es braucht den Mut das Risiko einzugehen, angegriffen und ins Unrecht gesetzt zu werden.

Jeder von uns hat ein einzigartiges Risiko…

…ein Risiko, das zu uns gehört, zu unserem Unique Self. Es ist das Risiko, das wir eingehen müssen, das unseres ist, wenn wir unser Unique Self wirklich leben wollen.

Mein einzigartiges Risiko ist es, echte Intimität zuzulassen und alles aus dem Weg zu räumen, was zwischen mir und Menschen, zwischen mir und der Welt steht. Und das tue ich jeden Tag aufs Neue.

Wenn ich eins gelernt habe auf meinem Weg, dann, dass es nicht ums Ankommen geht. Worum es geht, ist, jeden Tag aufs Neue aufzubrechen ins Unbekannte – dahin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, wie es bei Star Trek immer so schön hieß. Das ist unser Abenteuer, unsere Held/innen-Reise.

Es war einmal ein Zen-Meister, der von seinem Schüler gefragt wurde, was die letztendliche Wahrheit sei. Er antwortete: “Geh weiter.”

Und das ist es, was ich tue.

Die Schätze, die ich auf diesem Weg gesammelt habe und noch sammle, teile ich mit Euch und Ihnen. Und ich lade Sie und Euch ein, das ebenfalls zu tun.

In dieser Blog-Reihe

…werde ich Teile meines Weges mit Euch und Ihnen teilen. Ich freue mich darauf. Und ich freue mich auf den Kontakt mit Ihnen, mit Euch, mit DIR…

Kerstin

Wer jetzt schon mehr lesen möchte, hier geht es zur Vision>>>

Und hier zu meinem Coaching-Angebot, das auf all dem basiert>>>

Unique Self & die Evolution der Liebe

Unique Self & die Evolution der Liebe

Dharma & Praxis

Nach sehr erfüllenden Seminaren in diesem Jahr (2015) in Berlin und Essen freue ich mich diese Serie von Dharma- und Praxis-Angeboten zu machen.

Zielgruppe sind Menschen, die sich bereits ein wenig mit dem Unique Self Teaching beschäftigt haben – durch einem Seminare oder Workshops mit Dr. Marc Gafni oder mir, oder durch Bücher, Artikel oder andere Videos/Audios.

Schön wäre, wenn sich Klein-Gruppen bilden, um vor Ort miteinander zu praktizieren.. Alternativ kann man das Teaching auch alleine anschauen und für die Praktiken zu zweit oder dritt mit anderen telefonieren oder skypen.

Jede dieser Gruppen kreiert sich ihren eigenen Anfang, z.B.:

  • Kurzes Check In (1-3 Sätze pro Person) mit der Frage: Wo bin ich gerade in meinem Leben in Bezug auf das Unique Self Teaching und die Evolution der Liebe?
  • Danach gemeinsame Meditation oder gemeinsames Chanten.
  • Gemeinsames Anschauen des Teaching und der Praxisanleitung.
  • Praxis.
Hier ist das erste Teaching zum Thema:

Drei Wege in die Liebe

In diesem Video geht es um eine Praxis zu den 3 Wegen in die Liebe, die im Seminar in Essen bereits angeklungen war.

Die drei Wege sind:
  • Ich liebe mich
  • Du liebst mich
  • Ich liebe dich
Viel Freude beim Anschauen und Praktizieren.

Und noch ein kurzer Ausschnitt eines Teachings von Marc Gafni zum selben Thema in einem mit Musik unterlegten Remix von John Tarcza:

Ich freue mich auf das, was als nächster Schritt entstehen will und lade Sie ein dabei zu sein und an der Evolution des Bewusstseins und der Liebe teilzunehmen.

Ich – Du – Wir – Welt

Ich – Du – Wir – Welt

Die Schönheit der verschiedenen Perspektiven und Stimmen

Für die diesjährige Tagung des Integralen Forums und die Teilnehmer der Tagung sowie meiner Workshops habe ich einen Überblick über die verschiedenen Perspektiven erstellt, die sich aus den Stationen des Selbst nach Dr. Marc Gafni ergeben. Dabei habe ich die Stimmen der jeweiligen Stationen in mir selbst gefunden und sie ausdrücken lassen, was sie zu mir, Dir, uns und der Welt zu sagen hatten.

Die Kernunterscheidungen und Formulierungen der verschiedenen Selbst-Ebenen basieren auf der Arbeit von Dr. Marc Gafni: Your Unique Self – The Radical Path to Personal Enlightenment, Integral Publishers 2012 und JITP 6:1 2011.

Eine englische Version der Datei findet sich hier>>>

 

Ich oder Wir

Ich oder Wir

Persönliche oder unpersönliche Liebe???

In einigen Threads und auch Gruppen auf Facebook ging und geht es in letzter Zeit um das Wir von Frauen, u.a. um die Frage, warum „wir Frauen“ uns oft so schwer damit tun, ein wirkliches Wir zu bilden. Dieses Wir scheint in der modernen Welt verloren gegangen zu sein, und so greifen wir oft, wenn wir dennoch danach suchen, auf die alten die magisch-mythischen Formen zurück. Doch wie könnten neue Formen aussehen für dieses Wir, die darüber hinausgehen?

Diese Fragen haben in mir etwas angeregt, dem ich gerne weiter nachgehen möchte. Ich merke, dass ich mich oft etwas schwer tue mit Formulierungen wie „wir Frauen“. Reicht es schon aus, dasselbe Geschlecht zu haben, um ein Wir zu bilden? Darf ich noch eine eigene Meinung haben, wenn ich zu diesem (oder einem anderen) Wir JA sage?

Bei einer Präsenzgruppe zum Thema Integrale Kommunikation haben wir dazu eine interessante Erfahrung gemacht. Wir suchten darin intensiv nach diesem Wir. Und immer wieder glaubten einige von uns, es gefunden zu haben, um dann im nächsten Moment zu erfahren, dass sich ein anderer Teil der Gruppe in diesem Wir nicht wiederfinden konnte. Es hatten sich gewissermaßen Teil-Wir’s gebildet, während sich die anderen von diesem Wir nicht vereinnahmen lassen wollten und mit Abgrenzung reagierten.

Irgendwann hatte ich dann den Mut, meine Beobachtung auszusprechen: „Ich glaube, wir müssen uns eingestehen, dass es kein Wir gibt in dieser Gruppe. Es gibt keine gemeinsame Intention, unter der wir uns versammeln.“ – Die Reaktionen darauf waren interessant. Einige sprachen von Ernüchterung, die sie als wohltuend erlebten. Insgesamt tauchte gerade über dieses „Eingeständnis“ etwas auf, das man als einen gemeinsam gefühlten Grund beschreiben könnte.

Ich glaube, wir haben es hier mit einer viel grundsätzlicheren Frage zu tun, die sowohl die Frage der SpiralDynamics-MEME, die in diesem Zusammenhang oft angesprochen wird, als auch die Frage der Geschlechtertypen (mit ihren jeweiligen Präferenzen) einschließt und übersteigt: nämlich die Frage des Umgangs mit den sich widerstrebenden Bedürfnissen IN UNS ALLEN nach Kommunion und Agenz, Individualität und Zugehörigkeit, transzendieren und einschließen, weitergehen und halten, Eros und Agape, Aufstieg und Abstieg – und es gibt sicherlich noch tausende Begriffe, die dieses Spannungsfeld beschreiben, das sich nicht nur zwischen uns, sondern auch in uns aufspannt.

Das Männliche (und ich schreibe hier bewusst nicht „der Mann“) scheint dabei eher zum Pol von Individualität, Eros, Heraustreten, Vorwärtsschreiten (= „aggredere“ => Aggression), etc. zu neigen, während das Weibliche sich eher nach Kommunion, Umfassen, Umschließen, Halten, Agape, etc. sehnt. Allerdings haben wir eben alle all diese Pole in uns, nur eben in unterschiedlicher Gewichtung.

Die SD-MEME (Wertesysteme, Weltbilder) sind aus meiner Sicht in genau diesem Spannungsfeld jeweils als Antwort auf bestimmte Lebensfragen entstanden. Und so folgt auf jeden Ausschlag des Pendels in Richtung Wir wieder ein Ausschlag in Richtung Individualität und umgekehrt. Und letztendlich suchen wir dabei nach einem Weg, beide Pole wirklich gleichermaßen zu würdigen – sie nicht nur in Harmonie zu bringen oder auszugleichen, sondern sie in einer wirklichen Einheit zu leben.

Hier mal aus meiner Sicht ein paar der Lebensfragen, auf die die MEME eine Antwort versuchen:

BEIGE: Wie kann ICH überleben? Der oder die andere ist dabei nur in der Hinsicht von Interesse, wie er oder sie meinem Überleben dient. Und ein Wir hat den Zweck das Überleben der Beteiligten besser zu sichern, als eine/r alleine das könnte.

PURPUR: Wie können WIR als Stamm die Spirits befrieden? Ex-Kommunizierung, als Ausschluss aus der Stammes-Gemeinschaft, bedeutet hier nicht nur meinen physischen Tod, sondern dass ich meine Identität (mit dem Stamm) und darüber die Fähigkeit verliere, mit den Spirits in Beziehung zu treten. (Da ist es schon besser, als Menschenopfer, den Spirits als Futter zu dienen.) Und das erklärt vielleicht auch das bedrohliche Gefühl, was wir in uns fühlen, wenn wir von einer Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

ROT: Wer bin ICH, unabhängig von meinem Stamm? Wie kann ICH gestalten, MICH erfahren als getrenntes Ich? Wo sind meine Grenzen? Wessen bin ich als Einzelne/r mächtig? Die Freude an der Macht kommt hier auf den Plan. Und wenn ich selbst keine Macht habe, wie mache ich mir die Macht der anderen nutzbar?

BLAU: Wie kann jede/r einen Platz im größeren Ganzen haben? GOTT ist das Gesetz, das alle hält – in Gerechtigkeit! Was ist jenseits von Dir und mir wahr? Suche nach der Einen (transzendenten) Wahrheit! Gemeinschaft als Gemeinschaft der Gerechten, der Rechtgläubigen…

ORANGE: Wie kann ICH etwas beitragen? Kreativ sein? Anerkennung finden? Was ist objektiv (also von einer 3. Person Perspektive) wahr? Und wie kann ICH das selbst herausfinden? Welche Rechte (und Pflichten) gelten jenseits von religiösen Dogmen für alle Menschen?

GRÜN: Wie können WIR in Harmonie leben (miteinander und mit der Umwelt), während wir uns alle selbst verwirklichen? Werte und Wahrheit werden als relativ, kulturbedingt und kontextabhängig erkannt. Eine Gemeinschaft der Sensitiven bilden scheint hier die Lösung und damit die Aufgabe.

GELB: Wie kann ICH alle bisherigen Ebenen (in mir und im Außen) so integrieren, dass eine neue Integrale Wirksamkeit entsteht? Wie kann ich die Paradoxien in mir halten, die offensichtlich die Wirklichkeit erschaffen? Wie kann ich bewusst meine eigene Entwicklung voranbringen?

TÜRKIS: Wie können WIR – individuell und gemeinsam, mit unseren einzigartigen Gaben und einem Wir, das ALLE mit ihren Gaben integriert – dem höheren Zweck der Evolution von Bewusstsein und Liebe dienen?

Unter dem Einfluss dieser ganzen Diskussion bin ich dann „zufällig“ auf das gefilmte Musical Les Miserables gestoßen. Das Musical hatte mich schon, als ich 1988 und 1991/92 in New York war, extrem berührt und fasziniert. Beim Anschauen habe ich dieses Mal fast die ganze Zeit vor tiefer Berührung geweint.

Die Geschichte spielt am Übergang zwischen SD-Blau und SD-Orange und zeigt aus meiner Sicht sowohl Licht, als auch Schatten der MEME Rot, Blau und Orange sehr schön und deutlich. Tief darunter hält es die ganze Zeit eben GENAU JENE FRAGE in der Schwebe, inwieweit das Ich und die persönliche Liebe wichtiger sind, als das Wir und die (unpersönliche) Liebe zur (R)Evolution, oder umgekehrt.

Dies bleibt so bis zum Ende, wo der sterbende Held der Geschichte (gemeinsam mit denen, die schon vor ihm gegangen sind) singt:

Remember the truth that once was spoken: To love another person is to see the Face of God.

Dies wird dann wieder sofort balanciert durch den aus der Ferne ertönenden Gesang der Menschen auf den Barrikaden, der sich nun verändert hat:

Do you hear the people sing
Lost in the valley of the night?
It is the music of a people
Who are climbing to the light.
(Fortsetzung hier)

Und das ist genau das, was durch das ganze Stück hindurchschimmert und was mich so sehr berührt, dass es sich nämlich letztlich um EINE Liebe handelt, die ZWEI Gesichter hat. Am Ende merkte ich, wie sich mein Bewusstsein ausdehnte: Der Zeitfaktor kam mit herein, und ich konnte spüren, wie wir eben ALLE daran beteiligt sind (und auch alle, die vor uns gingen und die nach uns kommen): an der Evolution dieser EINEN Liebe – durch uns und in uns und als wir.

Und mir wird noch einmal deutlich, dass das auch der Grund dafür ist, warum mir das Unique Self Teaching so wichtig ist, nicht als Konzept, sondern als Verkörperung dieser Einheit der Liebe, der Einheit zwischen Individualität (Einzigartigkeit) und Ungetrenntsein, zwischen Teilheit und Ganzheit, zwischen persönlicher Liebe zu einzelnen Menschen und unpersönlicher Liebe zum Sein und Werden des Ganzen. Und erst in dieser Verschmelzung der beiden Pole wird dann meines Erachtens ein Wir möglich, in dem jede/r Einzelne in seiner oder ihrer Besonderheit gewürdigt ist, während sich alle gemeinsam auf einen höheren Zweck ausrichten, der sowohl das Ich, als auch das Wir einschließt und übersteigt.

Die Erfahrung dessen steht als Potenzial und Zustandserfahrung wohl schon ab SD-Orange zur Verfügung, als volle Verkörperung und als (Antwort auf eine) Lebensfrage taucht es hingegen in meiner Einschätzung erst ab Türkis wirklich auf, ist also selbst ein „Evolutionary Emergent“, welcher sich gleichzeitig immer weiter entwickelt.

In diesem neuen Wir gibt es zwar immer wieder natürliche Hierarchien (im Gegensatz zu Dominanz-Hierarchien), während sich gleichzeitig deren Linearität auflöst. Jede und jeder von uns hat in irgendetwas bereits Meisterschaft, worin die anderen gerade Lernende sind und umgekehrt.

Der Friede zwischen „uns Frauen“, aber auch der Friede zwischen den Geschlechtern, wird meines Erachtens erst wirklich möglich, wenn wir diese Art von Wir finden, in der die Individualität jeder und jedes Einzelnen als Teil der (und als Beitrag zur) Gemeinschaft gewürdigt ist, während das Wir nicht mehr länger uns selber dient (unserer Sicherheit, unserer Erlösung, unserer Harmonie), sondern einem höheren Zweck, in dem gleichzeitig das Wohl jedes und jeder Einzelnen enthalten ist.

Und da haben wir wohl noch etwas Arbeit vor uns ♥

Integrale Kommunikation

Integrale Kommunikation

Da ich in letzter Zeit immer wieder beobachten konnte, wie Kommunikation einerseits gelingen kann, andererseits aber auch scheitern, hier ein paar meiner Gedanken dazu:

In verschiedenen Gruppen hatte ich das Vergnügen, eine besondere Art des (integralen) Dialogs kennenzulernen. Wer immer einen solchen Dialog schon erlebt hat, kennt vielleicht den Flow, den dieser in einer auf einen gemeinsamen Zweck ausgerichteten Gruppe erzeugen kann. Wenn man Glück hat und sich alle darauf einlassen und es eine wirkliche gemeinsame und von allen nicht nur gedachte, sondern gefühlte Ausrichtung gibt, kann so etwas wie ein Gruppen-Wesen zum Vorschein kommen, eine kollektive Intelligenz, ein einzigartiges Wir, das von lauter Einzigartigen Selbsten gebildet wird, diese einschließt und gleichzeitig übersteigt.

Hier können Sie weiterlesen.

My personal relation to Unique Self

My personal relation to Unique Self

Meine persönliche Beziehung zu Unique Self

Lately I have been asked how I relate personally to the Unique Self teachings by Marc Gafni. What comes to mind is a very deep experience that I had many, many years ago – long before I have met Marc or Integral or evolutionary spirituality…

Part of this experience that started as a personal process was a deep realization of my own essence, the essence of all of us, and the Essence of God or the All-That-Is. There were words coming with it and an image that cannot fully express the realization. But maybe they come with some sort of transmission that makes it possible for you to tap into it.

The words that came kind of bursting out of me with a flood of tears were something like: “GOD is too big, too great to be expressed by one single person. It takes all of us to express GOD.” And simultaneously I was seeing an image of a HUUUUUGE crystal with an infinite amount of facets: each of us being one facet of that ONE Crystal – not separate from it, yet utterly unique. And every facet is needed. If one would be missing the whole crystal would be destroyed or cease to exist.


Ich bin vor kurzem gefragt worden, welchen persönlichen Bezug ich zur Lehre des Einzigartigen Selbst (Unique Self) nach Marc Gafni habe. Was mir dazu einfällt ist eine sehr tiefe Erfahrung, die ich vor vielen, vielen Jahren hatte – lange bevor ich Marc oder dem Integralen oder der evolutionären Spiritualität begegnet bin.

Teil dieser Erfahrung, die als persönlicher Prozess begann, war eine tiefe Realisierung meiner eigenen und unser aller Essenz und der Essenz Gottes oder von Allem-Was-Ist. Es kamen Worte dabei und ein Bild, die diese Realisierung nicht vollkommen ausdrücken können. Aber vielleicht übertragen sie ein wenig davon, so dass es für Euch möglich wird, gewissermaßen die Erfahrung selbst anzuzapfen.

Die Worte kamen zusammen mit einem Tränenstrom aus mir herausgebrochen und waren so ähnlich wie: „GOTT ist viel zu groß, um von einem von uns ausgedrückt zu werden. Es braucht uns alle, um GOTT auszudrücken.“ Und gleichzeitig „sah“ ich ein Bild eines riesigen Kristalls vor meinem geistigen Auge mit einer unendlichen Anzahl von Facetten: jede/r von uns eine Facette dieses EINEN Kristalls – nicht getrennt davon und doch vollkommen einzigartig. Und jede Facette ist notwendig. Wenn auch nur eine fehlen würde, würde der gesamte Kristall zerstört oder aufhören zu existieren.

Love in Action / Liebe in Aktion

Love in Action / Liebe in Aktion

Integral Project Development: a way to consciously and actively participate in the Evolution of LOVE

So, alright: Let’s talk about Love!

For me, Love has always been the One force that moves the whole universe: the mysterious drive behind the big bang, the cosmic glue that linked elementary particles to atoms, atoms to molecules, molecules to cells, cells to organisms, up and up the evolutionary spiral until we get to human beings. And of course it doesn’t end here, but continues to expand our consciousness and drives our social and cultural development as a species as well as on a very personal scale.

Love for me is another name for God.

Yet, if all of this is so, why is there so much suffering in the world? Why do people kill each other in wars about their respective worldviews? Why do more than 900 million people suffer from hunger worldwidewhile we are throwing food away, and we would technically be able to supply everyone with enough food? Why…? (Fill in your favorite Why here!)

The evolution of Love depends on us! God depends on us!

Read the whole article>>>
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Integrale Projektentwicklung – als Weg bewusst und aktiv an der Evolution der Liebe teilzunehmen

Also gut: Lasst uns über Liebe reden!

Für mich war Liebe immer die Eine Kraft, die das gesamte Universum bewegt: der mysteriöse Antrieb hinter dem Urknall, der kosmische Klebstoff, der Elementarteilchen zu Atomen, Atome zu Molekülen, Moleküle zu Zellen, Zellen zu Organismen hat werden lassen, immer weiter die evolutionäre Spirale hinauf, bis wir zum Menschen kommen. Und natürlich hört sie auch hier nicht auf, sondern fährt fort, unser Bewusstsein zu erweitern und unsere soziale und kulturelle Entwicklung anzutreiben, sowohl als Spezies wie in einem ganz persönlichen Maßstab.

Liebe ist für mich ein anderer Name für Gott.

Doch wenn all das so ist, warum gibt es dann soviel Leid auf der Welt? Warum töten Menschen einander in Kriegen über ihre jeweilige Weltsicht? Warum leiden mehr als 900 Millionen Menschen weltweit an Hunger, während wir Essen wegwerfen und technisch die Möglichkeit hätten alle mit genügend Nahrung zu versorgen? Warum…? (Was ist Ihr oder Dein Lieblings-Warum?)

Die Evolution der Liebe hängt von uns ab! Gott hängt von uns ab!

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